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Haben Sie Mut und beziehen Sie Stellung!

Erfolgreiche Öffentlichkeitarbeit ist mehr als nur über eigene Firmen-News und Produkte zu berichten. Es gehört auch Mut und Selbstbewusstsein dazu. Für Redaktionen werden Sie und Ihr Unternehmen bzw. Ihre Einrichtung oder Kommune besonders interessant, wenn Sie...

auch zu überregionalen Themen und Tagesaktualitäten Stellung beziehen. Hier einige Beispiele:

Kommunen haben es oft nicht leicht – sprechen Sie darüber!

Angenommen Sie sind eine Kommune und müssen immer mehr Flüchtlinge unterbringen, die Räumlichkeiten aber werden knapp und die Flüchtlinge bleiben immer länger, weil Ihre Asylanträge nur schleppend bearbeitet werden. Das ist nicht Ihre Schuld, sondern die übergeordnete zuständige Behörde braucht zu lang. Zeigen Se Mut und weisen Sie die Presse auf dieses Problem hin. Hierzu müssen Sie nicht poltern und schimpfen, sondern einfach die Realität schildern. Dazu gehört nicht nur die Langsamkeit der Behörde, denn es geht mehr damit einher: Es stellt Sie vor ein Problem, denn die Unterbringungen platzen wegen der langen Verweildauer aus allen Nähten. Und: Es belastet auch die Asylsuchenden, die mit der Ungewissheit leben müssen, ob ihr Asylantrag bewilligt wird; die gerne arbeiten würden, aber nicht dürfen und die lieber in einer Wohnung leben würden als im Asylbewerberheim. Und dann sind da noch die ehrenamtlichen Helfer, die mit der Arbeit gar nicht mehr hinterher kommen. Und es gibt Bürger, die verscheidener Meinung sind... Sie sehen: Ein Rattenschwanz an Problemen – und Sie können das publik machen und sind positiv im Gespräch.

Ein Streik kann Unternehmen schaden – weisen Sie darauf hin!

Eine andere Situation: Ihr Unternehmen transportiert die Waren vor allem auf der Schiene, aber die Lokführer streiken mal wieder. Schimpfen Sie nicht intern darüber, sondern gehen Sie mit Ihrem Ärger an die Öffentlichkeit. Aber bitte sachlich und unpolemisch: Kritisieren Sie die Häufigkeit und Länge der Streiks und untermauern Sie dies mit Fakten zu den Auswirkungen auf Ihr Unternehmen: Beziffern Sie die Mehrkosten, die der Streik verursacht und erläutern Sie, wie diese Mehrkosten zustande kommen. Weisen Sie darauf hin, dass Kunden abspringen, weil die Ware nicht pünktlich geliefert werden kann und wie hoch die entgangenen Einnahmen sind. Gleiches tun sie mit Folgeaufträgen, die Ihnen durch die Lappen gehen. Laden Sie die Presse ein, sich von der Enge in Ihrem Lager ein Bild zu machen, weil die Ware nicht abtransportiert werden kann und der Nachschub schon vor der Tür steht.

Überregulierung bremst Dienstleistungen aus – üben Sie Kritik!

Noch ein Fallbeispiel: Sie arbeiten in der Kinderbetreuung und eigentlich sind die Kleinen, ihre Eltern und auch Ihre Mitarbeiter rundum zufrieden. Doch die Auflagen und Vorschriften machen Ihnen das Leben schwer, kosten Arbeitskraft und Arbeitszeit, behindern den täglichen Ablauf, verursachen Ausgaben, treiben die Elternbeiträge in die Höhe und, und, und... Genau das werden Sie bei einem Vor-Ort-Termin der Presse schildern. Ganz ruhig und gelassen, aber fundiert und mit Beispielen und Fakten.

Nutzen Sie Krisen Chance in der Öffentlichkeitsarbeit

Generell gilt: Wer nicht den Mut hat, Probleme zu benennen und zu kritisieren, für den wird sich auch nichts ändern. Nutzen Sie Krisen für Ihre Öffentlichkeitsarbeit. Sie müssen dabei natürlich darauf achten, im guten Licht dazustehen und nicht durch unhöfliche Schimpftiraden und markige Worte als unangenehm empfunden zu werden. Sie haben mit Ihrem Mut aber noch etwas geschafft: Die Presse wird sich an Sie erinnern und beim nächsten überregionalen Thema wieder bei Ihnen nachfragen, ob und wie Sie davon betroffen sind. Und wieder steht Ihr Name in den Medien und wieder stehen Sie gut da. Na, das läuft doch perfekt. Text: Marion Friedl

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