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Die häufigsten Fehler in Pressemitteilungen

Pressemitteilungen müssen schnell zur Sache kommen. Bürokratie und Fremdworte sind Gift im Text. Der Text muss Infos, Infos, Infos enthalten, darf aber nicht nach Werbung pur aussehen. Die Überschrift muss...

knackig sein und Lust aufs Lesen machen. Die Länge muss sich an den üblichen Textlängen in den Medien orientieren. Und natürlich darf nichts vergessen werden.

Vermeiden Sie Frust und Ärger

Doch dann drängt die Zeit, ein Anruf lenkt ab, de Kundschaft wartet schon auf Sie – und schwupp ist der Text nicht mehr astrein, es passieren Flüchtigkeitsfehler und es wurde beim Terminhinweis doch glatt vergessen, die Uhrzeit anzugeben. Und was passiert dann? Im besten Fall ruft ein genervter Journalist bei Ihnen an und fragt sich schlau, aber häufig landet Ihre Pressemitteilung einfach im Papierkorb und wird nicht veröffentlicht. Die Folge: Frustration und Verärgerung auf beiden Seiten. Das muss nicht sein, denn es gibt Menschen, die gerne davon leben, auch Ihre Öffentlichkeitsarbeit professionell zu machen.

Das sollte nicht passieren:

  • Die Überschrift ist lang und langweilig, weil Sie zu viel Inhalt hinein packen.
  • Sie steigen trocken-informativ in den Text ein, weil Sie erst den Hintergrund erklären und dann Ihr Anliegen nennen. Es muss genau umgekehrt sein.
  • Der Text ist ellenlang. Wie konnten Sie nur! Zählen Sie mal die Anschläge eines Zeitungsartikels durch und schon wissen Sie, wie lang Ihr Text sein darf.
  • Ihr Pressetext klingt dank Fachjargon wahnsinnig intelligent. Das mag Ihnen und Ihren Kollegen gefallen, aber der Journalist hat nur eines im Kopf: Der Text muss auch von Laien verstanden werden. Also: Fremdwörter und Fachbegriffe raus und in normaler Umgangssprache den Sachverhalt erklären.
  • Sie sind supergenau, weil es die Bürokratie so verlangt und alles bis aufs i-Tüpfelchen stimmen muss? Folgen: Schachtelsätze und ein Amtsdeutsch, das keiner versteht. Verzichten Sie deshalb in Pressetexten darauf! Verstaubtes fliegt sowieso raus oder Ihr bürokratischer Text fliegt in die Ablage P der Redaktion und das ist der Papierkorb, wo er eigentlich nicht enden sollte.   
  • Der Termin, zu dem Sie einladen, steht ganz unten. Falsch! Er muss ganz oben zu finden sein.
  • Sie zitieren jemanden und schreiben: „Dies ist eines der innovativsten Produkte“, erklärt Herr Müller. Was ist falsch? Herr Müller hat keinen Vornamen und die Anrede ist sowieso tabu in Pressetexten.
  • Hübsch und locker sieht Ihr Text aus, denn er hat Zwischentitel, kursiv gestellte Worte, nette Punkte als Aufzählungszeichen und die Internetadresse ist farbig und unterstrichen. Pech gehabt, der Journalist ärgert sich darüber, denn er muss all das wieder ändern. In den wenigsten Artikeln haben Punkte, Striche, Farben, Zwischentitel oder sonstiger Schnickschnack etwas verloren.
  • Ihre Veranstaltungs-Ankündigung mailen Sie drei Tage vor der Veranstaltung  an den Presseverteiler. Zu spät! Redaktionen (auch Tageszeitungen!) planen ein bis zwei Wochen vorher alles durch, weil ihre freien Mitarbeiter volle Terminkalender haben. Liegt Ihre Einladung dann noch nicht vor, ist das Risiko groß, dass kein Journalist kommen wird und Sie haben großes Glück, wenn die Veranstaltung wenigstens angekündigt wird. Wöchentliche Anzeigenblättern/Zeitungen sind drei Tage vor der Veranstaltung im Druck und können Ihren Termin gar nicht mehr ankündigen und die Mitarbeiter sind längst ausgebucht. Für Monatsmagazine ist Ihr Termin eh schon gelaufen.
  • Timing stimmt, Text ist super und ab geht’s per Email – aber Sie haben Ihre Telefonnummer nicht angegeben? Böses Foul, denn es gibt noch Menschen, die keine Email schicken, sondern anrufen, wenn sie eine Frage haben. Und die sitzen häufig in den Redaktionen.
  • Sie liefern einen Nachbericht von Ihrem Benefiz-Event und eine große Foto-Auswahl. Das war ein Fehler. Tipp: Schicken Sie maximal zwei Fotos in  Druckqualität (300 dpi) und gängigem Format (JPEG). Achten Sie darauf, dass Sie maximal 1 MB mailen, denn manche Redaktionen begrenzen das Datenvolumen, das angenommen wird. Zu Recht, denn nicht nur Sie schicken etwas an die Presse, sondern viele andere Leute auch und das muss alles durchforstet werden. Das kostet Zeit und Nerven – und beides haben Journalisten nicht immer. Geben Sie Ihren Fotos aussagekräftige Titel und nicht die Buchstaben-Zahlen-Kombi vom Fotochip. Das ist hilfreich: Eines heißt „Scheckübergabe“, eines heißt „Publikum“ – und schon weiß der Journalist, welches Foto ihn interessiert. Ebenfalls nicht vergessen: Ihr Pressetext muss eine Bildunterschrift enthalten, die z.B. darüber informiert, wer von links nach rechts auf dem Foto der Scheckübergabe zu sehen ist und in welcher Funktion (Geschäftsführer, Sponsor etc.) diese Menschen fürs Foto posiert haben. Vergessen Sie auch nicht den vollen Namen des Fotografen und des Texters (auch wenn es Ihr eigener Name ist) anzugeben, denn der Copyright-Vermerk ist laut Urheberrecht Pflicht.

Damit haben Sie einige wichtige Dinge kennengelernt. Man könnte die Liste noch fortsetzen, denn Sie glauben gar nicht, was alles so reinflattert und bei Journalisten für Staunen und graue Haare sorgt. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, dann lasssen Sie sich vom Profi beraten, unterstützen oder mit einem Workshop fit für die erfolgreiche Pressearbeit machen. Es lohnt sich! Text: Marion Friedl

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