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Reagieren Sie clever auf den Sparkurs der Redaktionen

Wenn Sie früher zum Sommerfest eingeladen haben, erschien ein Journalist. Jetzt kommt niemand mehr. Die Vorstellung des neuen Kulturprogramms war ein gut besuchter Pressetermin, doch jetzt sitzen Sie allein da. Werden Sie selbst aktiv! Denn wenn Sie...

in der Redaktion anrufen, dann heißt es: Schicken Sie uns einen Pressetext zu. Immerhin – das ist ein Angebot! Und es signalisiert: Wenn Sie in der Presse stattfinden wollen, müssen Sie selbst etwas dafür tun!

Dennoch fragen Sie sich, warum kein Journalist mehr zu Ihrem Termin kommt? Ein Journalist kostet die Redaktion Geld, denn umsonst arbeitet niemand. Die Redaktionen aber sparen immer mehr und die Honorar-Knauserei müssen leider Sie ausbaden. Und der Journalist, der weniger Aufträge bekommt. Das aber soll Sie jetzt nicht weiter bekümmern, denn Sie sollten vorrangig darüber nachdenken, wie Sie auch ohne Journalistenbesuch ins Blatt kommen. Sie werden clever auf den Sparkurs der Redaktionen reagieren und Sie müssen damit rechnen, dass der Sparkurs leider eine Never-Ending-Story ist. Die Sparsucht ist für Redaktionen und Verlage längst Volkssport geworden.

Füttern Sie den Presseverteiler regelmäßig

Darauf werden Sie mit Öffentlichkeitsarbeit antworten. Erstellen Sie einen Presseverteiler und füttern Sie oft und regelmäßig die Redaktionen mit Texten und Fotos. Achten Sie darauf, dass Ihre Pressetexte dem journalistischen Schreibstil entsprechen und dass das Timing stimmt (mehr dazu finden Sie in meinem Beitrag: Die häufigsten Fehler in Pressemitteilungen). Zeigen Sie auch Kontinuität, damit die Redaktionen Sie als verässlichen Zulieferer von Texten wahrnehmen. Sollte ein Text nach einer Woche noch nicht veröffentlicht worden sein, fragen Sie in der Redaktion nach, woran es liegt. Im schlimmsten Fall wird er als uninteressant angesehen und nie veröffentlicht. Aber Sie können im Gespräch mit dem Redakteur viel erfahren: Was ist interessant, was hat am Text nicht gepasst und, und, und... Das sind wertvolle Infos für Sie, denn die werden Sie bei der nächsten Pressemitteilung natürlich beherzigen, um die Veröffentlichungs-Chance zu erhöhen.

Vergessen Sie nicht die Presse-Rubrik auf Ihrer Webseite

Denken Sie auch daran, dass immer mehr online recherchiert wird und dass dank Internet auch Leute über Ihre Webseite stolpern, die Sie gar nicht kennen und im Presseverteiler nicht berücksichtigt haben. Wie gut, dass auf Ihrer Homepage die Rubrik „Presse“ vorhanden ist. In dieser Rubrik stellen Sie all Ihre Pressetexte inkl. PDF-Download ein, damit sich der Journalist/Blogger diese einfach herunter laden kann. Das können Sie auch mit Pressefotos machen, allerdings sollten die Fotos kleiner und in geringer Auflösung auf der Homepage zu sehen sein, damit der Seitenaufbau nicht so lange dauert. Sie können die druckfähigen Fotos aber als ZIP-Download anbieten oder darauf hinweisen, dass die Fotos auf Wunsch in höherere Auflösung gemailt werden können.

Pressemappen für Journalisten: Absolutes Muss

Wie bereits erwähnt, leiden auch die freien Journalisten unter dem Sparkurs der Redaktionen und Verlage. Sie bekommen weniger Aufträge und müssen sich anderweitig Einnahmequellen suchen. Entsprechend viel haben sie damit zu tun neue Auftraggeber zu akquirieren, weitere Termine anzunehmen und es gilt das Motto: Mitnehmen, was geht, damit die Miete bezahlt werden kann. Das bedeutet: Die Zeit der Freien ist knapp und sie werden nicht lange bei Ihrem Termin bleiben, wenn sie denn doch dort hingeschickt wurden. Das macht nichts, denn Sie haben clever vorgesorgt und können dem Journalisten eine Pressemappe in die Hand drücken. Darin findet er alle Infos zur Veranstaltung und zu Ihrem Unternehmen, Ihre Rede sowie Ihren schon vorformulierten und mit Zitaten versehenen Nachbericht. Die Mappe erhält der Journalist sofort bei seinem Eintreffen und damit haben Sie ihm sehr geholfen, denn er kann sich gleich wieder verabschieden und Sie wissen: Was er in den Händen hat, ist genau das, was ich in der Zeitung lesen will. Klasse, oder?

Outsourcing-Tipp: Journalisten sind Experten

Natürlich bedeutet dieses Maß an Öffentlichkeitsarbeit auch Mehrarbeit für Sie, aber Sie können diese Tätigkeit auch outsourcen. Tipp: Engagieren Sie auf Honorarbasis einen freien Journalisten. Warum? Ganz einfach: Der kommt aus diesem Geschäft, hat das journalistische Handwerk gelernt und weiß, was Redaktionen und freie Journalisten haben wollen. Entsprechend gut kann er Sie beraten und für Sie texten. Außerdem: Meist ist der Einzelkämpfer – also der freie Journalist – preisgünstiger als eine Werbeagentur mit Geschäftsräumen und Personal. Text: Marion Friedl

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