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Das erwartet der Journalist von Ihnen

Es ist der Tag Ihrer Veranstaltung und es sind nicht nur viele Gäste gekommen, sondern auch die Journalisten, die Sie eingeladen haben. Allerdings haben es die Journalisten eilig und können nicht lang bleiben. Doch Sie sind bestens vorbereitet, denn Sie wissen, dass...

der Journalist beim Pressetermin vor allem drei Dinge erwartet:

  • Einen Ansprechpartner, der Fragen beantwortet und nach der Veranstaltung ggf. telefonisch zur Verfügung steht.
  • Eine Pressemappe, die er – Achtung! - bereits bei seinem Eintreffen vor der Veranstaltung bekommt. 90 % der Veranstalter machen den Fehler erst nach der Veranstaltung die Pressemappe herauszurücken oder gar keine mitzubringen. Sie aber werden es besser machen.
  • Klammern Sie sich nicht am unwichtigen Hinweis „Es gilt das gesprochene Wort“ fest. Wichtig ist, dass der Inhalt stimmt und dafür haben Sie mit Ihrer Pressemappe gesorgt. Daraus darf der Journalist auch zitieren und muss nicht beachten, ob Sie den Satz aus der Pressemappe genauso gesagt haben oder einen spontanen Schlenker eingebaut haben. Haben Sie selbst Mist gebaut und etwas Missverständiches oder Falsches in den Pressetext geschrieben, aber bei der Veranstaltung das Richtige gesagt: Ihr Pech, Sie hätten sorgfältiger arbeiten müssen, damit der Journalist gar nicht erst mit einer Fehlinformation gefüttert wird. Schimpfen Sie also nicht den Journalisten, sondern sich selbst und machen Sie es das nächste Mal besser.   

Das gehört in die Pressemappe

Jeder Journalist erhält (egal, ob er bleibt oder gleich wieder geht) Ihre Pressemappe. Und das gehört hinein:

  • Visitenkarte von Ihnen bzw. vom Presse-Ansprechpartner
  • Programmablauf
  • Liste der Ehrengäste/Redner mit Vor- und Zunamen und deren Amt/Funktion
  • Vorab verfasster Nachbericht zu Ihrer Veranstaltung inkl. Hintergrund-Infos   
  • Die Reden von Ihnen und eventuellen Gastrednern (Achtung: Vorher die Reden mailen lassen, damit Sie sie kopieren und in die Mappe legen können)
  • Informationen zu Ihnen (Kurz-Vita) und Ihrem Unternehmen (Kurzinfos zu Unternehmensgeschichte, -philosophie, Produkten, Mitarbeiterzahl, Auszeichnungen etc.)
  • Sollte bei Ihrem Event ein Künstler im Mittelpunkt stehen (z.B. Vernissage): Kurzvita des Künstlers, seine und Ihre Rede, Ausstellungsliste mit Preisangaben.  
  • Falls vorhanden: Ihr aktueller Newsletter/Geschäftsbericht, Flyer zur nächsten Veranstaltung.

Journalisten leben von Kontakten

Der Journalist erwartet natürlich, dass Sie Interesse an einem Kontakt zu ihm haben. So zeigen Sie ihm Ihr Interesse:

  • Fragen Sie ihn nach einer Visitenkarte und sagen Sie ihm, dass Sie ihn gerne weiterhin informieren und wieder einladen wollen. 
  • Schicken Sie den Nachbericht aus Ihrer Pressemappe tags darauf nochmal an den Presseverteiler, in dem sich natürlich auch der Journalist wiederfindet, der am Vorabend bei Ihnen war.

So pflegen Sie den Kontakt zu den Journalisten

  • Natürlich werden Sie einen Presseverteiler anlegen, in dem sich nicht nur die Redaktionen wiederfinden, sondern auch die freien Journalisten, mit denen Sie persönlichen Kontakt haben.
  • Diesen Presseverteiler werden Sie regelmäßig mit Informationen füttern.
  • Hat Ihnen ein Bericht gefallen, dürfen Sie das dem Journalisten sagen. Aber übertreiben Sie es nicht, denn das sieht schnell nach anbiedern aus. Der Journalist erwartet kein Lob. Er hat mit dem Abliefern des Textes in der Redaktion seinen Job getan und ist mit dem Kopf beim nächsten Auftrag und nicht mehr bei Ihnen. 
  • Sollte im Artikel ein kleiner Fehler sein (z.B. hat der Journalist Ihren Namen Maier mit ei geschrieben), dann sparen Sie sich Kritik. Übrigens: Unwichtiges findet im Presseartikel nicht statt, also kann z.B. ein Redner nicht erwähnt werden, weil der viel geredet, aber nichts Wichtiges gesagt hat. Akzeptieren Sie das klaglos, denn das ist Journalismus und kein starres Protokoll.   
  • Ist der Fehler gravierend, dürfen Sie sehr wohl beim Journalisten anrufen. Schimpfen Sie nicht, sondern fragen Sie ihn, wie der Fehler zustande gekommen ist, erläutern Sie ihm den richtigen Sachverhalt und bitten Sie ihn höflich um eine Berichtigung. So erreichen Sie mehr als mit Wut, harten Bandagen oder Kleinkrieg. Sie werden den Journalisten nicht aus dem Presseverteiler entfernen, sondern ihn weiterhin einladen und das nächste Mal wieder freundlich begrüßen. Bedenken Sie stets: Auch Journalisten sind nur Menschen, können etwas falsch verstehen oder einen Fehler machen. Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Und glauben Sie mir: Journalisten arbeiten mehr als viele Angestellte und Journalisten stehen unter starkem zeitlichen und finanziellen Druck. Text: Marion Friedl

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